
Die Hexe in Mir
Maskenspiel als gestaltpädagogische Methode in der HIV-Prävention
(1997 bis1998)
Dieses
Projekt basierte auf den Ideen und Erfahrungen aus dem Projekt MIB. Es
war uns ein Anliegen, spezifische Präventionskonzepte für Mädchen und
junge Frauen zu entwickeln. Trotz eines guten Wissensstandes zum Thema
HIV-Infektion, besteht bei den Mädchen eine große Unsicherheit im
Umgang mit ihrer Sexualität. Multipikatorinnen suchen nach neuen
Methoden, um mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen. Dabei kann
HIV/AIDS-Prävention nicht isoliert betrachtet werden, sondern muß im
ganzheitlichen Kontext der sexualpädagogischen Gesundheitsförderung
angesetzt werden.
Die
HIV/AIDS-Prävention bei Mädchen und jungen Frauen beginnt mit der
Wertschätzung des eigenen Körpers, mit dem Wissen um das Recht und die
Möglichkeit, selbstbestimmte Beziehungen zu gestalten. In der
Auseinandersetzung mit der facettenreichen Gestalt der Hexe wird ein
Stück Frauengeschichte sowie selbstbewußtes Frausein vermittelt.
Innere Bilder und Vorstellungen werden im bildnerischen Gestalten zur individuellen Hexenmaske. In ihrer schützenden Hülle können die jungen Frauen ihre individuell verfügbaren Ressourcen im Maskenspiel entfalten. Zugleich bietet der geschützte Rahmen des Workshops den Proberaum für die Alltagswelt der Mädchen. Diese gestalterische Selbsterfahrung stellt Stärken und Fähigkeiten der Mädchen und jungen Frauen in den Vordergrund und fördert ihre Handlungskompetenz. Dies wurde von der überwiegenden Mehrzahl der befragten Mädchen und jungen Frauen bestätigt.
Fortbestehen der Projekte über das Projektende hinaus:
Die
Methoden der beiden Projekte sind 1998 in einem Manual für
Multiplikatorinnen aus der Mädchenarbeit veröffentlicht worden. Das
„Methoden-Manual zur Gesundheitsförderung“ ist über die Geschäftsstelle
der Bayerischen AIDS Stiftung zu beziehen (siehe Publikationen)
.